Einladung zur Lesung mit Christl Greller, Alice Harmer und Sophie Reyer, Musik Herbert Lacina

Mi., 17.Oktober 2018
19.30 Uhr

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Christl Greller: „und fließt die zeit wie wasser wie wort“
Alice Harmer: „Die Farbe der Veränderung“
Sophie Reyer: „Im Monat der Seidenraupe“

Musik: Herbert Lacina (E-Bass)

Christl Greller
und fließt die zeit
wie wasser
wie wort
Gedichte

Dieses Buch ist ein großes Fließen. Intuitiv und emotional reiht Christl Greller ihre Verse aneinander – über die Zeit, gegen die Zeit, die erbarmungslos verrinnt und alles mit sich schwemmt wie Wasser. Wasser, das selbst auch sich ständig verändert, keine Minute gleichbleibt. Dieses Verändern, aus dem alles Neue entsteht, sowie das Vergehen mit seinen schmerzhaften Abschieden gehört zu den essenziellen Erfahrungen des Menschseins, die Christl Greller in fließendes Wort fasst. In berührend poetischer Weise stemmt sie sich gegen dieses Vergehen, das auch in den vielen Naturbeobachtungen deutlich wird. Beobachtungen aus ihren Reisen fließen ein. Alles ist mit allem verbunden wie kommunizierende Gefäße. Alles ist im Fluss und mündet in seinem Ende – wenngleich es nicht die Zeit ist, die vergeht, sondern wir.

Christl Greller: und fließt die zeit wie wasser wie wort, Gedichte, edition lex liszt 12, Oberwart 2018, brosch., ca. 112 Seiten, ISBN: 978-3-99016-145-6, Euro 18,–

Christl Greller lebt in Wien und Burgenland. Sie schrieb für die internationale Werbebranche, seit 1995 verfasst sie Lyrik und Prosa. Die Autorin veröffentlichte drei Bücher mit Erzählungen, einen Roman und sechs Lyrikbände, zuletzt „stadtseelenland“, Resistenz Verlag 2016, dazu unzählige Beiträge in Anthologien, internationalen Literaturzeitschriften, Hörfunk und Internet. Auszeichnungen (Auswahl): BEWAG Literaturpreis 1998, Wilhelm Szabo Lyrikpreis 2002, Féile Filíochta International Poetry Competition 2006, Kristallpokal der Assemblée des Régions d’Europe 2006, Forum Land Literaturpreis 2017. Mitglied von GAV und GAV Burgenland, SchriftstellerInnen Verband, Literaturkreis Podium, Vorstandsmitglied der IG Autorinnen Autoren.

Alice Harmer
Die Farbe der Veränderung
Lyrik und Prosa

Alice Harmers freiem Spiel mit der Imagination liegt die ständige Suche nach einem Bleibenden zugrunde. Splitterhaft und ungefügt reihen sich Momentaufnahmen, Bilder aus dem Gedächtnis, dem Unbewussten. Bilder aus Erlebtem, Gehörtem, Gelesenem. Bilder aus Widerspruch, Hoffnung und Unvernunft. Bilder, die trösten, schillern, sich entfalten und sich in die Welt entladen. Die Trilogie spannt mit ihren Zyklen einen Bogen, in dem ein Bewusstsein zu Wort kommt, das gleichzeitig Eindrücke und Erinnerungen verarbeitet – und sich so einen Weg aus der Trauer um verlorene Menschen hin zum Leben bahnt.

Alice Harmer: Die Farbe der Veränderung. Eine Trilogie, edition lex liszt 12, Oberwart 2018, brosch., Abb., ca. 132 Seiten, ISBN: 978-3-99016-144-9, Euro: 18,–

Alice Harmer wurd 1945 im burgenländischen Mönchhof geboren, lebt seit 1959 in Wien. Berufe: Rechtsanwaltsgehilfin, Verkäuferin, Hubstaplerin, Kulturarbeiterin, Illustratorin, Büchermacherin, Verlegerin, Mitarbeiterin der IG Autorinnen Autoren. Sie ist Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammung und publiziert seit 1981 in Zeitschriften und Anthologien.
Als Herausgeberin betreute sie zwölf Buchproduktionen und illustrierte als Zeichnerin auch Gedichtbände und Kinderbüher. An Büchern veröffentlichte sie in der edition aha, Wien: „seidenweich gefaltet“, Wortbilder, Mappe (1996) „Oma Drachin“, Kinderbuch (1996). Im Berliner Verlag BONsai-typART erschien „Haut und Feld“, Lyrische Prosa (1997) und in der edition lex liszt 12 „lieber blumen in der Hand als auf dem Grab“, Lyrik (2017). Preise und Stipendien: Literaturpreis des Landes Burgenland (2014), Wiener Literaturstipendium 2017, Projektstipendium für Literatur des Bundeskanzleramtes, Sektion Kunst und Kultur 2017/18.

Sophie Reyer
Im Monat der Seidenraupe
Lyrik

Mit kraftvoller Poesie spricht Sophie Reyer existenzielle Themen wie die der Menschlichkeit, der Liebe und des Suchens nach Sinn an. Das lyrische Ich zeigt sich verletzlich. Spuren der Erinnerung manifestieren sich in einem Zwitterlicht, in dem Glücksmomente das Wissen um Vergänglichkeit in sich tragen – und doch, zwischen Verlorenheit und Sehnsucht schreibt sich Zuversicht ein.

Sophie Reyer: Im Monat der Seidenraupe, Lyrik, edition lex liszt 12, Oberwart 2017, brosch., 128 Seiten, ISBN: 978-3-99016-128-9, Euro: 18,–

Sophie Reyer wurde 1984 in Wien geboren, ist Autorin, Komponistin und bildende Künstlerin. Studien: Germanistik an der Universität Wien; Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz; Drehbuch und Filmregie an der Kunsthochschule für Medien Köln; Postgraduate Studium am Institut für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Seit 2009 Redakteurin der Literaturzeitschrift „Lichtungen“; seit 2016 Lehrgangsleitung der Wiener Schreibpädagogik, gemeinsam mit Barbara Rieger. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen. Publikationen (zuletzt): „Enkel Engel“, Theaterstück, S. Fischer Verlag, 2015; „Simon und die Zitterschrecke“, Kinderbuch, Illustrationen: Birgit Scholin, edition lex liszt 12, 2015; „Der kleine Mann aus Salz“, Prosa, edition keiper, 2016; „Schläferin“, Erzählung, Edition Atelier, 2016; „Vögel“, Illustrationen: Petrus Akkordeon, edition wasser im turm, 2017; „Schnee schlafen“, Gedichte, Löcker Verlag, 2017. www.sophiereyer.com

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